Grüner See 2000 (Jahrhunderthochwasser)
Unterwasser

Beim Einstieg war der See bald aufgewirbelt.
Beim Abtauchen konnte keiner auf eine gute Tarierung achten, weil der Kälteschock war einfach dominant war.
Das fünf Grad kalte Wasser stach in die ungeschützte Haut.
Nach ein paar tiefen Atemzügen war der Kopf wieder klar wie das Wasser rundherum.

Der See gibt zur Mitte hin nicht viel her. Der Seeboden ist mit groben Schotter bedeckt. Bei genauem Schauen sieht man viele Insektenlarven zwischen den Steinen.
Das wird aber schnell langweilig.

Wir tauchen links am Ufer entlang zu den überschwemmten Uferbereichen.

Wo im Sommer die Wanderer rasten, tummelen sich nun die Taucher.

Der ganze Seerundwanderweg ist nun einige Meter unter Wasser.
Genau darauf haben wir so lange gewartet.


Ganz links hinten führt eine kleine Holzbrücke über den schmalen Zufluß.
Unterwasserfotos dieser Brücke finden sich bei fast allen Beschreibungen des grünen Sees. Wir hatten nun das Glück diese Sehenswürdigkeit tatsächlich besuchen zu können.


Im seichten Wasser auf etwa zwei Metern Tiefe, kommen wir mit der Luft ewig aus.
Es ist eher die Kälte, die uns wieder ins Freie treibt.
Bevor es jedoch soweit ist, albern wir an der überschwemmten Brücke und den Bänken unter Wasser herum.
So eine Gelegenheit kommt vermutlich nicht so bald wieder.